Die optimale Lösungsstrategie hängt vom jeweils zu lösenden Sudoku ab. Die Erfahrung zeigt Ihnen mit der Zeit, welche Strategie zu welchem Zeitpunkt am besten geeignet ist.

Bei einfacheren Sudokus starten Sie am besten mit einem Quadranten, in dem bereits viele Ziffern aufgedeckt sind, weil dort die größte Wahrscheinlichkeit besteht, dass Sie die fehlenden Ziffern direkt ermitteln können. Oder Sie starten mit einer Zeile oder Spalte, in der nur noch wenige Ziffern einzutragen sind.

Sudokus, bei denen wenige Ziffern aufgedeckt sind, erfordern kompliziertere Strategien wie
Einfacher Ausschluss
Kombinierter Ausschluss
XY-Technik
Fortgeschrittene Kombinatorik I
Fortgeschrittene Kombinatorik II

Alle Strategien lassen sich sowohl auf Quadranten als auch auf Zeilen und Spalten anwenden.
 

Einfacher Ausschluss

Im nebenstehenden Ausschnitt fehlen in der oberen Zeile die Ziffern 1, 2 und 6. Da im linken Quadranten nur noch die Ziffern 1 und 2 in einer noch unbekannten Reihenfolge fehlen, kann in das gelb markierte Feld nur die 6 eingesetzt werden.
 

Kombinierter Ausschluss

Ausgangspunkt dieser Strategie ist die 3 im oberen Quadranten. In den Feldern a bis f kann keine weitere 3 stehen.

Daraus folgt, dass im mittleren Quadranten in den Feldern g bis i eine 3 eingesetzt werden muss, da dies die einzigen freien Felder des Quadranten sind, in der eine 3 stehen darf.

Die nächste Schlussfolgerung ist, dass im unteren Quadranten in den Feldern d bis f und j bis l keine 3 stehen kann und somit das einzig möglich Feld für eine 3 im unteren Quadranten das gelb markierte Feld ist.

In diesem Beispiel wurde die Strategie auf Spalten angewandt. Sie funktioniert natürlich genauso auf Zeilen angewandt.
 

XY-Technik

Die XY-Technik ist eine Erweiterung des "Kombinierten Ausschlusses", der statt Spalten oder Zeilen Spalten und Zeilen in die Überlegungen einbezieht.

Die 8 im Quadranten I verhindert, das in den Feldern g, h und i eine 8 stehen kann, während die 8 aus Quadrant II die Felder d, e und f blockiert.

Die 8 in Quadrant VI sperrt neben den bereits blockierten Feldern d und, g, das Feld a.

Analog sperrt die 8 in Quadrant IX neben den bereits blockierten Feldern f und i, das Feld c für die Ziffer 8

Aus diesen vier Beobachtungen kommt man zu dem Schluss, dass nur im gelb markierten Feld b die 8 des Quadranten III stehen kann.
 

Fortgeschrittene Kombinatorik I

Diese Lösungsstrategie ist keine eigenständige Technik, sondern besteht aus verschiedenen Einzelstrategien, die zunächst zu mehreren möglichen Ergebnissen führen. Erst die Überprüfung der verschiedenen möglichen Ergebnisse mittels weiterer Strategien führt zu der richtigen Lösung.

Im nebenstehenden Beispiel ergibt sich aus den Quadranten I und II, dass in die gelb markierten Felder a, b und c die Ziffern 7, 8 und 9 eingetragen werden müssen. Grundsätzlich sind 6 Kombinationen möglich:
FallFeld aFeld bFeld c
Fall 1:789
Fall 2:798
Fall 3:879
Fall 4:897
Fall 5:978
Fall 6:987

Die Fälle 2 und 4 sind auszuschließen, da eine 9 wegen der Position der Ziffer 9 in Quadrant VI nicht im Feld b stehen kann.

Die Fälle 3 und 5 sind ebenfalls nicht möglich, wenn man die Position der Ziffer 7 in Quadrant IX in die Überlegungen einbezieht.

Von den übrig gebliebenen Fällen 1 und 6 entfällt Fall 6 aufgrund der Position von Ziffer 8 in Quadrant 9, die es unmöglich macht, dass in Feld c eine 8 steht.
 

Fortgeschrittene Kombinatorik II

Diese Lösungsstrategie wendet die XY-Technik in Kombination mit dem "Kombinierten Ausschluss" an. Das Interessante an diesem Beispiel ist, dass die Position einer Ziffer genau ermittelt werden kann, ohne dass diese Ziffer im Sudoku bereits aufgedeckt wäre.

Im nebenstehenden Beispiel geht es um eine Lösungsstrategie für die gelb markierten Felder a, b, c, d, e und f. Es sieht zunächst aussichtslos aus, weil 6 von 9 Ziffern - 1, 4, 5, 7, 8 und 9 - unbekannt sind. Dies ist gleichbedeutend mit 720 Möglichkeiten, diese 6 unbekannten Ziffern zu platzieren.

Da die Ziffern 8 und 9 in den übrigen Quadranten recht häufig vertreten sind, beginnt man am besten mit diesen beiden Ziffern. Es ergibt sich schnell, dass die 8 und 9 auf den Positionen c und d liegen müssen. Obwohl die exakten Positionen zu diesem Zeitpunkt nicht festgestellt werden können, reduziert diese Erkenntnis die Möglichkeiten für die restlichen 4 Ziffern auf 24 mögliche Anordnungen.

Die 1 kann nur auf den Positionen b, d, e und f sein. Da auf d eine 8 oder 9 steht, bleiben nur die Möglichkeiten b, e und f übrig.

Die 4 kann nur auf den Positionen b und f liegen, während für die 7 b, e und f in Frage kommen.

Da nun für die Felder c und d zwei und für die Felder b, e und f drei mögliche Ziffern in Frage kommmen, kann im Feld a nur eine 5 stehen.